Vorgehen bei Problemen

Überall, wo viele Menschen zusammenarbeiten, entstehen auch Probleme. Diese möglichst einfach und rasch zu lösen, ist uns ein grosses Anliegen.

Wenn Eltern mit Problemen in der Schule konfrontiert sind, gilt folgendes Vorgehen:

  1. Gespräch mit der betroffenen Lehrperson suchen evtl. Klassenlehrperson einbeziehen.
  2. Lässt sich das Problem so nicht lösen, wenden sich die Eltern an die Schulleitung.
  3. Als letzter Schritt verbleibt den Eltern der Einbezug des Schulinspektors.

Vorgehen und Massnahmen bei Widerhandlungen

Bei Kindern, die regelmässig Regeln, Ordnungen und Abmachungen nicht einhalten, wird folgendes Vorgehen angewendet und wenn nötig Massnahmen angeordnet:

Stufe 1: Die Lehrpersonen versuchen, das Problem mit dem Kind zu lösen

  1. Erkennen von Signalen, Auffälligkeiten bei Schülerinnen und Schülern und diese schriftlich festhalten. Eigene Beobachtungen mit den Lehrpersonen im Klassenteam reflektieren, überprüfen.
  2. Erstes Gespräch mit Schüler/in: Verhaltensauffälligkeiten thematisieren, Zielvereinbarungen treffen (schriftlich), evtl. auf Hilfsmöglichkeiten aufmerksam machen.
  3. Zweites Gespräch mit Schüler/in: Zielvereinbarungen überprüfen und allenfalls Stufe 2 einleiten.

Stufe 2: Die Lehrpersonen informieren die Eltern / den sorgeberechtigten Elternteil

  1. Schüler/in über geplante Kontaktaufnahme mit Eltern orientieren.
  2. Erstes Gespräch mit den Eltern führen; Problemlage darstellen, Zielvereinbarungen treffen (schriftlich), verbindliche weitere Schritte, evtl. Konsequenzen festlegen.
  3. Zweites Gespräch mit Eltern führen; Ziele / Abmachungen überprüfen und allenfalls Stufe 3 einleiten.

Stufe 3: Die Lehrpersonen ziehen schulinterne Hilfe bei

  1. Die Schulleitung wird informiert. Gemeinsam mit der Schulleitung und den Eltern Unterstützung für Schüler/in organisieren: Aufgabenhilfe, Spezialunterricht, Tagesschule, Mittagstisch.
  2. Sind die unternommenen Schritte und eingeleiteten Hilfen für die Bewältigung der anstehenden Schwierigkeiten der Schülerin oder des Schülers nicht ausreichend, wird die Schulleitung über andere Arbeitsformen (Tages- oder Wochenplanarbeit in anderen Klassen, im anderen Schulhaus, bei der Schulleitung, usw.) in Absprache mit den Lehrpersonen und den Eltern entscheiden.

Stufe 4: Die Lehrpersonen / Schulleitungen ziehen Fachstellen bei

Lehrpersonen und Schulleitung überweisen Kinder und Jugendliche im Einverständnis mit den Eltern an eine Fachstelle: Sozialdienste, Schularzt/Schulärztin, Beratungsstellen Kanton, Notfalldienste.

Stufe 5: Einleitung von rechtlichen Schritten

Die Schulleitung beantragt gemäss Volksschulgesetz einen befristeten Schulausschluss.

Die Bildungskommission leitet rechtliche Schritte ein (Gefährdungsmeldung an die Sozialdienste) möglichst in Absprache mit den beteiligten Fachstellen.